Zu meiner großen Erleichterung hat die Delegiertenversammlung der GAL den Koalitionsvertrag mit der CDU abgesegnet und wenn die CDU nicht noch irgendwelche ganz komischen Manöver fährt ist die erste schwarz-grüne Koalition oberhalb der Kommunalebene durch.
Ich habe es schon auf anderen Blogs gesagt und ich wiederhole es gerne: Ich, Grünen-Stammwähler und grün sozialisiert, bin für diese Koalition. Warum? Dafür gibt es mehrere Gründe… Das Lesen fortsetzen »
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Zwei Wochen des zweiten Semesters sind bereits um und dank des letzten Wochenendes habe ich auch wieder mein Vertrauen in mein naturwissenschaftliches Können zurückgewonnen. Dank meines patentierten neuen Übungssystem (wenn man jeden Tag eine Aufgabe macht, sind es am Wochenende nicht mehr so viele und man sitzt nicht missmutig vor einem Riesenberg - wahrscheinlich bin ich der Erste, dem diese neuartige Erkenntnis kam) werde ich es irgendwie schaffen, Technische Mechanik und Mathe zu überstehen. Info und Raum- und Verkehrsplanung sind auf jeden Fall zu packen und mehr Klausuren gibt es dieses Semester nicht (dafür die beiden nächsten jeweils sieben oder acht - um wohl auch noch die letzten verbliebenen Studenten endgültig zu kicken. Kein Wunder, dass bei uns die Faustregel “Wer das Vordiplom hat, hat das Diplom schon bestanden” gilt: Um das Grundstudium zu bestehen musst du schon so organisiert sein, dass dir die restlichen vier Vorlesungssemester auch nichts mehr anhaben können…).
Wofür schreibe ich das jetzt gerade alles, obwohl meine Leserschaft nachweislich mehr daran interessiert ist, sich primäre Geschlechtsorgane von Doppel-X-Chromosomistinnen nachzubauen als an Verkehrsmodellierungen und den Geheimnissen der Partialbruchzerlegung zur Lösung von unbestimmten Integralen? Zum Einen um mich dafür zu entschuldigen, warum es jetzt wieder länger dauern wird zwischen den einzelnen Blogeinträgen, zum Anderen, weil ich trotzdem auf eine seltsame Art und Weise angekommen bin. Das Lesen fortsetzen »
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Noch vor ein paar Wochen hätte ich diesen Artikel anders aufgezogen. Aber auch in kurzer Zeit kann man seine Überzeugungen ändern…
Eventuell habe ich es schon einmal erwähnt, aber ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, Dokumentarfilm zu studieren. Daraus ist nichts geworden, statt Seminaren zur Filmgeschichte und der Recherche von Filmthemen habe ich jetzt Vorlesungen über Technische Mechanik und Umwelt und Verkehr. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man seine Interessen deswegen vergisst.
Was fasziniert mich am Dokumentarfilm? Ich weiß es selber nicht; vielleicht ist es die Tatsache, dass ein guter Dokumentarfilm (genauso wie auch eine gute Reportage) einem Sachverhalte und Tatsachen viel näher bringen kann als ein gut geschriebener Hintergrundartikel, vielleicht auch die Tatsache, dass der Dokumentarfilm in seiner Essenz das einzige künstlerische Produkt ist, in dem der Künstler als Person nicht existent ist. Ich bin ein Egozentriker - es kann also keinen krasseren Gegensatz geben als den zwischen dem Genre Dokumentarfilm und meiner Persönlichkeit. Aber genau dieser Widerspruch fasziniert mich. Das Lesen fortsetzen »
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Morgen geht es wieder los mit der Uni. Darum habe ich heute die ersten Mathe-Übungen in Angriff genommen. Beziehungsweise wollte ich das; ich bin aber daran gescheitert, dass ich meine Aufzeichnungen aus dem letzten Semester nicht verstanden habe. Ich hoffe, das wird noch - ich bin ja schon durch das verhältnismäßig leichte Mathe I gerade noch so mit einer 4,0 durchgerutscht…
Damit ihr euch ein Bild von meinem Leid machen könnt, gibt es hier eine der neun niedlichen Aufgaben für diese Woche:
Man bestimme Definitionsbereich, Nullstellen, Unendlichkeitsstellen, relative und absolute Extremwerte, Wendepunkte und die Gleichungen der dortigen Tangenten, asymptotisches Verhalten der durch folgende Ausdrücke gegebenen Funktionen und skizziere die dazugehörigen Kurven.
Okay, das ist nichts, was ich nicht mit ein bisschen Lesen zum Wiederauffrischen lösen könnte, aber schon die schiere Menge lässt einen jegliche Lust verlieren. Den absoluten Tiefpunkt erlebt die Motivation dann aber, wenn man die Funktionen sieht. Schmankerl wie
x²exp(-x²) mit exp z = e^z
oder
6 ln x - x - 10 arctan x
haben noch immer meine Laune heben können. Und das, wo ich seit heute gute Chancen habe, meine Praktika in Zukunft bei meinem Traumarbeitgeber absolvieren zu können…
(Zu meinem Traumarbeitgeber: Praktika in Kampala/Uganda oder Guangzhou/China - Alter, geht’s noch? Wie geil ist das denn bitte? Und dann noch Entwicklungshilfe. Es gibt eben doch einen Gott - und ich bin sein kleiner Liebling!)
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Wie das so ist mit Büchern, die einem von allen Seiten angetragen werden: Irgendwann liest man sie. Insbesondere dann, wenn in der Blogroll der größte lebende Heinz-Strunk-Fan von (mindestens) Kücknitz steht.
Auf dem Umschlag steht erstmal ein Zitat von Sven Regener, der mit Herr Lehmann und Neue Vahr Süd dieses Genre, dass ich Popliteratur nennen würde, wenn dieser Name nicht schon anderswertig besetzt wäre, geprägt hat. Und Herr Regener scheint das Buch zu mögen. Das ist auf jeden Fall ein Qualitätsmerkmal - anders als ein Zitat von Jürgen von der Lippe auf dem Umschlag, was mich daran hinderte, Die Bibel nach Biff zu kaufen…
Worum geht es also? Das Lesen fortsetzen »
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Meine Eltern waren über Ostern zu Besuch und das bedeutet: Essen satt! Und nicht nur das Wenzel oder die Planwirtschaft sind lecker. Der kulinarische Oberhammer war mein etwas verspätetes Geschenk zum Abi. Denn als Teil einer passionierten Feinschmecker-Familie (ich hasse das Wort Feinschmecker. Ich esse schließlich, was mir schmeckt und nicht irgendwas, das fein ist!) hatte ich irgendwann den Wunsch geäußert, einmal in einem Sterne-Lokal zu essen, was mir dann auch prompt als Abigeschenk gewährt wurde. Aus familiären Gründen hat es sich bisher aber noch nicht ergeben.
Okay, ich habe keinen Vergleich zu anderen Sternelokalen, aber allein der Vergleich zu dem, was ich bisher in meinem Leben essen durfte, lässt mich darauf schließen, dass ich in einem der besten Restaurants Deutschlands gegessen habe. Und, noch viel wichtiger: Es wurde mit Zutaten gearbeitet, die ich auch genießen kann. Ich bin nämlich nicht unbedingt von allem angetan. Aber so konnte ich das volle Programm genießen: Das Sieben-Gänge-Menü. Und nun folgt eine kleine Abhandlung über das gestrige Programm. Nochmal: Ein Sieben-Gänge-Menü wurde bestellt und gezahlt. Der Rest ist - außer den Getränken - sozusagen inklusive… Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Mittendrin statt nur dabei | Getaggt bean & beluga, Dresden, Essen, Gourmet, Links, Persönlich, Sterneküche | 3 Kommentare »

Ich liebe absurden Humor. Zwar nicht immer und auch nicht wirklich alles, aber Skuriles und Schwarzhumoriges ist genau das, was ich liebe. Darum ist Harold & Maude für mich auch einer der größten Filme überhaupt. Der Film erinnert mich mehr an Monty Python als an alles andere amerikanische, dass ich je gesehen habe.
Es geht los mit der Anfangssequenz, die sofort zeigt, wer den Film mag und wer nicht: Wer lacht, wird den Film lieben, wer entsetzt ist, kann am Besten sofort aufhören weiter zu gucken. Denn Harolds ersten Satz (Ich habe Halsschmerzen.) wird diese Person wohl kaum amüsant finden.
Aber worum geht es überhaupt? Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Der Geschmacksdiktator | Getaggt Bud Cort, Drama, Film, Hal Ashby, Komödie, Links, Ruth Gordon, Video | 2 Kommentare »
Wieso sind eigentlich alle überrascht, dass so viele Länder Probleme mit ihrer Demokratisierung haben? Welches Land hatte die denn nicht? Also mir fällt außer den USA grade kein Land an, dass von Anfang an eine stabile Demokratie war. Und das waren die ehemaligen Kolonie der am weitesten demokratisierten Macht zu der Zeit und haben sich wegen fehlender Beteiligung am Regierungsprozess für unabhängig erklärt; mit anderen Worten: Da gab es einfach keinen Nährboden für Diktatoren. Außerdem stellt sich die Frage, ob die USA nicht sogar erst mit der Verwirklichung der Bürgerrechte auch für Schwarze “vollendet” war.
Wenn jetzt aber der Irak oder Afghanistan (künstliche Länder ohne bisherige demokratischen Phasen) überraschenderweise nicht freudestrahlend Kompromisse eingehen oder ihren Herrschenden vertrauen, tun alle so, als wäre das überraschend.
Auch in Deutschland und Japan ist die Demokratie nicht vom Himmel gefallen. Beide mussten eine Demokratie aufbauen, weil sie dazu gezwungen wurden und es keine Möglichkeit für antidemokratische Gruppierungen gab um sich zu profilieren – dafür haben die Alliierten schon gesorgt. In Deutschland gab es zudem eine damals schon hundertjährige Erfahrung mit Parlamentarismus und genügend Persönlichkeiten aus der Weimarer Republik, die das System tragen konnten. In Japan sah es ein bisschen anders aus, aber diese Defizite merkt man meiner Meinung nach auch im japanischen Parlamentarismus – zumindest erscheint mir das, was man hier mitbekommt, noch undemokratischer als bei uns.
Außerdem: Wenn man sieht, wie sich schon relativ homogene Gesellschaften wie Deutschland und Japan so schwer mit Kompromissen tun – wie soll dann ein Vielvölkerstaat zu vernünftigen Entscheidungen kommen, die zwar nicht von allen getragen, aber zumindest akzeptiert werden?
Egal, was sich jemand wünscht – solange die Leute nicht bemerken, dass eine funktionierende Demokratie mehr Vorteile bringt als ein Diktator aus der eigenen Gruppe, wird doch niemand ernsthaft bereit sein, dem Feind die Macht zu übergeben. Wenn der Irak Glück hat, dann gibt es jetzt eine Phase der Scheindemokratie wie es in Südamerika lange der Fall war – und dort haben sich die Leute letztendlich selbst aus der Scheiße gezogen, weil es sonst ja keinen interessiert hat. Auch wenn Chávez eine verdammte Ausnahme ist: Für die meisten Länder ist eine Diktatur trotzdem inzwischen undenkbar. Wie gesagt: Gebt den Leuten 100 Jahre Zeit zum Üben – und ihr kriegt eure Demokratien!
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Es soll keiner behaupten, dass mein Blog nicht relevant wäre - kaum berichte ich über japanische Sexpraktiken, nimmt sich die UNICEF ebenfalls dem Problem an…
Ich weiß schon jetzt, dass ich mich eines Tages ärgern werde, diesen Eintrag veröffentlicht zu haben. Denn irgendwann werde ich so kurz vor meinem Traumjob stehen und der Personaler wird nach dem Vorstellungsgespräch sagen: “Sie sind der perfekte Mann für diesen Job, aber leider können wir niemanden einstellen, der sich in seinem Leben bereits Lesbenpornos mit Zwillingsschwestern angesehen hat; schließlich ist Handgranaten Huber immer noch ein Traditionunternehmen mit hohen moralischen Ansprüchen!” Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Die Fünferbande, XXX | Getaggt Airi & Meiri, Japan, Lesbenpornos, Links, Pornographie, Schwulenpornos, Yuri & Mari | 4 Kommentare »

Als ich klein war, hatten meine Eltern ein Café. Zu den Standards gehörte ein Mittagstisch und so waren auch jeden Tag die Anarchisten aus der Druckerei nebenan zu Gast. Hin und wieder war dann auch einer ihrer Kumpel aus Bremen zu Besuch, ein Freund aus alten Hafenstraßenzeiten und seines Zeichens Besitzer eines Plattenlabels und Frontmann einer Punkband. Ein ganz großes Tier in der Punkszene, wenn man ihm so zuhörte. Damals mit Campino, ja, das waren noch Zeiten! Campino war mir schon damals ein Begriff und deswegen habe ich schon damals gedacht: Was ein Aufschneider! Wahrscheinlich hatte er Campino mal getroffen und ein Bier mit ihm getrunken und das war’s dann. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Der Geschmacksdiktator | Getaggt Fabsi, Jürgen Teipel, Links, Literatur, Musik, NDW, Punk, Sachbuch | 2 Kommentare »
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