Archiv für Dresden

Kele Okereke’s Bloc Party

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , , , on 17. Februar 2009 by MuGo

Mir fehlen gerade die Worte, um diesen Post vernünftig zu beginnen. Zum ersten Mal hat ein Konzert mein Leben verändert! Bloc Party sind nicht normal, Bloc Party sind eine Religion! Ich war gerade eben Zeuge des großartigsten Massenereignisses, dem ich bisher beigewohnt habe. Bisher dachte ich, dass der Hives-Auftritt auf dem Hurricane das beste Konzert sein wird, dem ich je beigewohnt habe. Dem ist nicht so, denn ab jetzt steht ein neuer Gott zum Anbeten bereit: Bloc Party!

Okay, zugegeben, als am Eingang mein MP3-Player zweimal kontrolliert wurde, ob ich damit auch wirklich nichts aufnehmen kann, habe ich schon das Schlimmste erwartet: „Die arroganten Schweine spielen bestimmt nur fünf Songs und gehen dann ohne Zugabe von der Bühne!“
Nun ja, man kann sich irren… Weiterlesen

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Heute fährt die 18 bis nach Istanbul!

Posted in Das große Ganze with tags , , , , , on 26. Juni 2008 by MuGo

Leider muss ich sagen: Es überrascht mich nicht im Geringsten, dass nur in Dresden – und nur in Dresden – Dönerläden nach dem Spiel gestern überfallen wurden. Zum Einen liegt es daran, dass in Schöna, Mittweida oder Königstein einfach keine Türken leben, deren Läden man auseinandernehmen könnte; zum Anderen aber daran, dass es in Dresden gewachsene Strukturen gibt, die ich so aus meiner kleinen, bescheidenen Heimatstadt in der Provinz nicht kenne – obwohl Oldenburg als eine der Hochburgen der NPD in Niedersachsen gilt (allerdings wohl eher, was das Organisatorische angeht) und der Ausländeranteil vergleichbar gering ist.

Die Presse ist einerseits beachtlich, aber wenn man sich erinnert, wie die Inderhatz von Mügeln die Agenda bestimmt hat, kann man sich doch fragen, ob da nicht die Freude über die Finalteilnahme etwas Trauriges verdeckt: Das Dresden spätestens mit dieser Tat seine letzte multikulturelle und linke Bastion verloren hat. Weiterlesen

Dresden

Posted in Das große Ganze with tags , , , on 29. Mai 2008 by MuGo

Fragt mich nicht, was mich reitet, aber ich veröffentliche jetzt einfach mal wieder einen Post. Ich werde nicht über das berichten, was in den letzten Wochen war (unter anderem ein Rainald-Grebe-Konzert und eine Exkursion nach Frankfurt) und schon gar nicht werde ich mich darüber auslassen, dass ich gestern anscheinend meinen Fahrradschlüssel verloren habe und nun mein Rad nicht mehr aufschließen kann. Nein, nein, darum soll es alles nicht gehen.

Obwohl der Fahrradschlüssel indirekt schon was mit dem Thema zu tun hat – denn wenn mich eins an Dresden aufregt, dann die totale Ignoranz gegenüber Fahrradfahrern oder – fast eine noch verwerflichere Fortbewegungsart – Fußgängern. Aber der Reihe nach, denn heute werde ich mich nach einem Dreivierteljahr in Dresden ein bisschen mit meiner neuen Heimat auseinandersetzen… Weiterlesen

Schmeckt wie beim guten Italiener

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , on 24. März 2008 by MuGo

Meine Eltern waren über Ostern zu Besuch und das bedeutet: Essen satt! Und nicht nur das Wenzel oder die Planwirtschaft sind lecker. Der kulinarische Oberhammer war mein etwas verspätetes Geschenk zum Abi. Denn als Teil einer passionierten Feinschmecker-Familie (ich hasse das Wort Feinschmecker. Ich esse schließlich, was mir schmeckt und nicht irgendwas, das fein ist!) hatte ich irgendwann den Wunsch geäußert, einmal in einem Sterne-Lokal zu essen, was mir dann auch prompt als Abigeschenk gewährt wurde. Aus familiären Gründen hat es sich bisher aber noch nicht ergeben.

Okay, ich habe keinen Vergleich zu anderen Sternelokalen, aber allein der Vergleich zu dem, was ich bisher in meinem Leben essen durfte, lässt mich darauf schließen, dass ich in einem der besten Restaurants Deutschlands gegessen habe. Und, noch viel wichtiger: Es wurde mit Zutaten gearbeitet, die ich auch genießen kann. Ich bin nämlich nicht unbedingt von allem angetan. Aber so konnte ich das volle Programm genießen: Das Sieben-Gänge-Menü. Und nun folgt eine kleine Abhandlung über das gestrige Programm. Nochmal: Ein Sieben-Gänge-Menü wurde bestellt und gezahlt. Der Rest ist – außer den Getränken – sozusagen inklusive… Weiterlesen

Menschenverachtende Untergrundmusik

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , , , , , , , , , on 8. Dezember 2007 by MuGo

Ich schulde euch noch zwei Konzertberichte und weil ich mir einen sparen kann, wenn ich beide gleichzeitig veröffentliche, gibt es das geballte Doppelpack, bestehend aus Anajo am 28.11. in der Scheune und Funny van Dannen am 6.12. im Klub Neue Mensa.

Zuerst also die Augsburger Popper von Anajo. In meinen Ohren die derzeit beste deutsche Popformation. Natürlich, sie machen keine Musik für die Ewigkeit, aber für den Moment. Nah bei mir ist eine unglaublich stimmige und kompakte Platte – ein Ohrwurm und potenzieller Hit jagt den nächsten. Wer Anajo kennt und Pop hört sollte eigentlich jubeln, wenn die Band in der Stadt weilt. Aber anscheinend ist dem nicht so.

Denn die Scheue – die sich entgegen meiner Vorstellung als sehr gemütliche Einrichtung erwies – war alles andere als ausverkauft und dabei ist es bei weitem nicht die größte Bühne der Stadt; der Dresdner Poerty Slam findet hier statt und das ist noch immer keine Massenveranstaltung. Man kann die Leute eben nicht zu ihrem Glück zwingen…

Vor Anajo spielte Gisbert zu Knyphausen. Sehr nett und sicherlich das Reinhören wert, wenn denn dann endlich das Album erscheint. Aber ob er allein einen Abend tragen kann? Die Demos auf der MySpace-Seite legen dies nah und die Texte und Melodien sowieso.
Anajo kann es auf jeden Fall! Die drei kommen sympathisch rüber und scheinen sich auch nicht darüber zu grämen, dass selbst nach zwei guten Alben die Interaktion mit dem Publikum noch ohne Probleme möglich ist.

Ich selbst bin zufrieden – bis auf “Sonne über Haunstetten” wurden alle Lieder gespielt, die ich hören wollte und die mir unbekannten Lieder der zweiten Platten haben mich dazu bewogen, mich vielleicht auch noch etwas intensiver mit ihr zu beschäftigen. Sonst wird gute durchschnittliche Livekost geborten. Leider ging das Publikum nicht ganz so mit wie von mir gehofft – da war die Stimmung bei den Tocos um einiges besser! Daran konnte auch der Umstand nichts ändern, dass Anajo die richtigen Lieder zu zitieren wissen (Mutter, der Mann mit dem Koks ist da und Das Model). Trotzdem wäre ich gerne noch auf der After-Show-Party geblieben, aber hinundwieder muss ich doch zu Info gehen…

Das war also Anajo – der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch und gerade wenn man bisher nicht so viel von den Jungs mitbekommen hat. Für eine Band ihres Bekanntheitsgrads sind sie immer noch ziemlich billig, geradezu ein Geheimtipp und man hat eine Menge Spaß. Wie gesagt: Die derzeit beste Popband Deutschlands und auch die einzige, die derzeit in diesem Stil wirklich überzeugen kann (Wir sind Helden spielen dann doch eine eher nachdenkliche Deutschpop-Variante…).

Kommen wir nun zum anderen Bestandteil unserer Betrachtung, meinem persönlichen Nikolausgeschenk: Funny van Dannen! Sobald ich im Oktober mitbekommen habe, dass mein Idol in der Stadt, ach was, in meiner Stammmensa spielen wird, war ich auch schon im Ticketshop und habe mir meine Karte gesichert. Erst fand ich mein Verhalten ja etwas voreilig, denn wie viele Leute werden schon zu Funny van Dannen gehen? Nun, es sind doch ein paar…

Der Schwarzmarkt blühte also vor der Mensa und ich konnte froh sein, dass ich ohne größere Probleme in die heiligen Hallen vorgelassen wurde. Und trotz der Menschenmassen, die zwischen mir und IHM standen, fand ich es von der ersten bis zur letzten Minute nur geil! Entschuldigung, Funny van Dannen ist in der Stadt – und ich bin dabei!

Leider war Funnys Stimme ein wenig angegriffen, aber heilige Scheiße, der Mann hat es einfach drauf. Und abgesehen vom Opener Gutes Tun hat er auch nur Lieder gespielt, die ich mag oder nicht kannte, weil sie auf der neusten CD drauf sind – die ich mir natürlich sofort gekauft habe! Damit fehlt mir jetzt nur noch Uruguay im Original und ich kann wieder ruhig schlafen. Mein neues erklärtes Lieblingslied von “Trotzdem Danke” ist jetzt schon mal klar: Mütter – obwohl “Oma” auch seinen Reiz hat…

Ich komme vom Thema ab. Die Lieder waren wie gesagt spitze! Ob Kapitalismus, “Menschenverachtende Untergrundmusik”, Der Fatalist, “Der Wal”, Lesbische Schwarze Behinderte und natürlich – ganz große Klasse und ein Lied, dass sich jeder Wirtschaftswissenschaftler anhören sollte – “Humankapital” (um nur ein paar ganz große Übersongs zu nennen), alles rief ungeahnte Euphorie hervor. Und das gerade Eurythmieschuhe so ein Fan-Favorit ist, hätte ich auch nicht gedacht. Dann noch einen meiner persönlichen Lieblingssongs – “Gwendolyn Kucharsky” – als letzte Zugabe zu spielen, deutet doch darauf hin, dass der Funny ein Netter ist. Und auch wenn wir vielleicht noch das eine oder andere Lied hätten hören können wenn denn seine Stimme mitgemacht hätte – ich werde den Abend als perfekt in Erinnerung behalten.

Das waren sie also, die beiden Konzerte, über die ich mich noch auslassen wollte. Jetzt wisst ihr, zu wem ihr beruhigt euer Geld tragen könnt. Wann das nächste Konzert ansteht weiß ich noch nicht – derzeit ist es das Ärzte-Konzert im Juni (oder war es Juli?), für das ich glücklicherweise eine Karte ergattern konnte (das Zusatzkonzert soll auch schon fast ausverkauft sein). Dendemann spielt zwar im Dezember, aber 20 Euro? Das sind mir Tocotronic oder The Hives wert, aber sicherlich nicht Dendemann. 12 Euro und ich wäre dabei. Aber so sehr verehre ich den deutschen HipHop dann doch nicht. Fotos könnte ich mir aber noch vorstellen und außerdem muss ich immer noch heulen, dass ich Stereo Total, The Raveonettes und La Grande Illusion allesamt verpasst habe. Naja, zumindest wegen Stereo Total tut es mir Leid. Und tiefst in meinem Inneren weiß ich, dass es Jammern auf hohem Niveau ist, denn solche Bands wären niemals in Oldenburg aufgetreten. Dresden, remember I love you!

Und Heinz hat mit Tocotronic Bier getrunken, ich hab sie nur live gesehen!

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , on 7. November 2007 by MuGo

Der Messias stieg zur Erde herab, ich habe mich als Metrosexueller geoutet und der Teufel wollte mein Essen! Aber der Reihe nach… Weiterlesen

MuGo went to Dresden (and even came back!)

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , on 12. Januar 2007 by MuGo

Um meine Zeit nicht mit langweiligen Killerspielen oder ähnlichem vergeuden zu müssen, war ich von Mittwoch bis heute morgen unterwegs um den Schnupperstudientag der TU Dresden am gestrigen Donnerstag wahrzunehmen und mich über mein ganz persönliches Freakfach Verkehrsingenieurwesen zu informieren.

Glücklicherweise konnten ich und mein Begleiter (dessen Name nichts zur Sache tut, da ihr ihn eh nicht kennt und der sich für Wasserwirtschaft interessiert hat – keine Angst, nicht alle Oldenburger stehen auf so krazy shit wie meinereiner) bei einer Freundin, die mit uns Abi gemacht hat, schlafen. Dadurch war die Reise finanziell im Rahmen, der ansonsten selbst einem zuhause wohnenden Zivi zu groß geworden wäre – und dessen Spielräume sind sehr anständig, egal was manche Raffkes sagen. Der Arbeit nicht angemessen, aber für das eine oder andere Bierchen reichts…

Um unsere Zivi-Bahncard auszunutzen fuhren wir gemütlich mit der Bahn nach Leipzig, wo wir umsteigen mussten und mein Begleiter zum ersten mal auf dieser Reise wieder sein Gespür für seltsame Kommentare, die man gerade überhaupt nicht erwartet hat, unter Beweis stellte; vor uns lief eine Schwarze, sein – aufrichtig freudig-überraschter – Kommentar: „Ach, ich dachte der Osten wäre eher No-Go-Area für Ausländer!“ Im Nachhinein nur lustig, im ersten Moment war ich aber kurz am Überlegen, wie ich den Verdacht, dass ich ihn kennen könnte, schnell von mir weise. Ich beließ es dann doch bei einem gemurmelten Verweis auf die Tatsache, dass Leipzig nicht die Uckermark ist.

Danach gelangten wir unbeschadet nach Dresden, wo unsere Freundin nicht nur Logis stellte, sondern sogar einen Verkehrswissenschaftler (immerhin selbe Fakultät) aufgetrieben hatte, der mich über die freakigen Seiten meiner eventuellen Mit-Kommiltonen aufklärte (um 5 Uhr morgens aufstehen um dabei zu sein, wenn die neue Straßenbahn bei Bombardier verladen wird! Wer macht denn sowas FREIWILLIG??? Ich hoffe nicht, dass ich das Selbe machen werde…). Trotzdem schien das Studium wohl in Ordnung. Das ist schon einmal ein Pluspunkt! Allerdings war ich ein bisschen irritiert, dass in Dresden mehr Asiaten als Westdeutsche studieren. Für mich war Dresden immer eine DER Studentenstädte (sind ja auch immerhin 10% der Bevölkerung…) – aber anscheinend weiß das bei uns im Westen keiner. Mir soll’s Recht sein, immerhin gibt es so keinen NC für den einzigen deutschen Verkehrsingenieur-Studiengang!

Von der Stadt selber habe ich leider nicht allzuviel gesehen, aber passt schon. Das, was ich gesehen habe, reizt mich jetzt zwar nicht sonderlich, aber die Stadt ist bei weitem nicht so schrecklich wie z.B. Hannover. In anderen Worten: In Dresden kann man es bestimmt ganz gut aushalten. Der einzige Minuspunkt sind die wenigen Radwege – man muss teilweise auf regelmäßig befahrenen Straßen Rad fahren. Da bin ich als Oldenburger natürlich verwöhnt. Aber im Leben heißt es immer auch Kompromisse einzugehen…

Dafür aß ich einen sehr guten Döner (mit Schafskäse; wieso gibt es so was nicht bei Falafel 2000, dem Gammelfleischfachhandel meines Vertrauens?) in einem Paradebeispiel gelungener Integration. Der Betreiber des Asia-Imbisses, indem wir dinnierten, verkaufte neben Tsingtao-Bier und Nudelpfannen eben auch Döner und hatte den schönen Moscheen-Kalender des Großhändlers neben die Theke gehängt – was will das Deutsche Herz mehr? Unser Nationalgericht mit der von uns gewünschten Kulisse zu verkaufen zeugt von Anpassungswillen.

Genug aber des Geschwafels, kommen wir zum Schupperstudium. Mit ca. der Hälfte aller Gymnasiasten Deutschlands drängten wir uns auf den Campus, um Vorlesungen, Seminaren und anderen sonstigen Vorträgen gebannt zu lauschen. Zu meiner Überraschung war das nicht so langweilig wie am Schnupperstudientag in Oldenburg, aber was ist so eine Dorfuni schon gegen die Dresdner TU? Dresden kriegt anscheinend sogar fähige Professoren…

Da ich mir noch nicht 100prozentig sicher war, ob Verkehrsingenieur das richtige für mich ist, wollte ich eigentlich sowohl VIW- als auch Bioveranstaltungen besuchen. Das scheiterte am geringen Interesse von Seiten der Biologen für ihr Studium zu werben; klar, Bio ist eine sichere Bank – irgendwer findet sich immer, der Biologie studiert, weil er zu blöd zum addieren ist (als Bio-LKler kann ich sagen, dass dieses Klischee absolut wahr ist – die meisten Biologen haben keinen Plan von wahrer Naturwissenschaft). Das einzige, was nach dieser Arroganz-Demonstration weiterhin für Bio sprach, war der unschlagbare Frauenanteil.

Allerdings überraschte mich die Verkehrswissenschaftliche Fakultät damit, dass es anscheinend auch Frauen gibt, die Verkehrsingenieur werden wollen! Wer hätte das gedacht? In meiner Vorstellung saßen da nur pickelige Geeks, die auf ihren Stimmbruch warten. Das war aber überhaupt nicht so. Also alles bestens!

Nach Seminaren wie „Bahnübergänge als Teil des Schienennetzes“ (mit Berechnung der Sichtfläche, die um unbeschrankte Bahnübergänge freizuhalten ist!) oder „Anlage von Tank- und Raststellen auf Autobahnen“, einem sehr persönlichen Vortrag über „Innovationen im ÖPNV und Schienenverkehr“ (wir waren immerhin zu viert!) und einem günstigen warmen Baguette zum Mittagessen, war meinen glänzenden Augen anzusehen, dass ich nur noch eins wollte: Verkehrsingenieur werden! Haltet mich für einen Freak, aber ich finde Verkehr – und gerade ÖPNV und Eisenbahn – unglaublich interessant. Und darum werde ich Dipl.-VI, damit ihr da nicht mehr drüber nachdenken müsst – toller Vorschlag, was?

Nachdem wir den Schnupperstudientag also zufriedenstellend abgehakt hatten, wollten ich und mein Begleiter uns wieder auf den Heimweg machen, mit Bahn und allem Schnickschnack, der dazu gehört! Wir hatten auch eine schnieke Verbindung über Berlin und Hamburg. In Berlin zwar nur mit sehr geringer Zeit zum Umsteigen, aber wir sollten es bis 1.27 Uhr oder so zurück nach Oldenburg schaffen. Somit hätte ich heute wieder brav bei der Arbeit erscheinen können. Bis Elsterwerda ging das auch ganz gut, doch leider war dann eine Weiche kaputt (wahrscheinlich sturmbedingt) und so kam der Zug erst ein bisschen später in Berlin an – mit 86 Minuten Verspätung… Einen Anschluss nach Hamburg gab es zwar noch, aber dort fuhr erst um 4 Uhr irgendwann der nächste Zug nach Bremen. Zum Glück hat uns die Bahn dann ohne zu murren ein Hotel für die Nacht spendiert (von wegen böse Bahn, die absichtlich ihre Kunden schlecht behandelt…), das sich noch nicht einmal als Klitsche herausstellte! (Relativ) Ausgeschlafen und mit Frühstück im Bauch konnten wir dann heute unsere Fahrt fortsetzen und sind tatsächlich wieder in der Heimat.

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen…