Disco Partizani auf dem Eisplaneten

Nachdem mein letzter Artikel nun auch schon etwas länger zurückliegt und eher dazu einlädt, sich in seiner Meinung über exzessiven Internetkonsum bestätigt zu fühlen, ist es einmal mehr an der Zeit, ein wenig über mein spannendes Leben zu erzählen.

Naja, oder um ehrlich zu bleiben: Die Stunden, an denen ich nicht etwas für den Fachschaftsrat tue oder sonstwie meine Freizeit so voll stopfe, dass ich mit Erschaudern feststellen muss, dass schon wieder ein Drittel des Semesters um ist und ich mich mal so langsam auf meine Klausuren insofern vorbereiten sollte, als dass ich mir mal anschaue, was überhaupt von mir verlangt wird.

Okay, dann probieren wir es jetzt mal mit einem Verzicht auf Bandwurmsätze. Erstens: Star Trek ist ein Scheiß! Wenn ich schon unnötige Kampfszenen einbaue, die die Story nicht voran bringen, dann sollte man diese auch so schneiden, dass man sich einen Überblick verschaffen kann. So „hip“ ist MTV auch nicht mehr, dass man nur noch Musikvideo-Schnitte verwenden kann. Im Gegenteil, es gibt auch heute noch Menschen, die sich länger als Sekundenbruchteile auf Handlungen konzentrieren können. Was aber positiv ist: Wie jeder schlecht geschnittene Film macht auch Star Trek dem Laien wieder klar, dass ein Oscar für den besten Schnitt gerechtfertigt ist – anscheinend gibt es genug Cutter, die ihren Beruf nicht beherrschen! Was ebenso positiv ist: Durch das verändern des Zeitkontinuums können alle Serien bis auf „Star Trek: Enterprise“ noch einmal neu gedreht werden. Hoffentlich passiert das auch. Nicht, dass man sich plötzlich neue Stories überlegen oder gar auf eine Chronologie acht geben müsste. Stören sollte das sowieso keinen: Wer unter 20 ist, hat eh keinen Bezug zu Star Trek und so etwas wie Tradition oder gar Story (siehe die Filme, für die geworben wurde: Transfomers 2!) scheint ja auch nicht mehr gefragt. Und nachdem bereits James Bond vollkommen seines ironischen Untertons beraubt wurde und als x-ter Jack-Bauer-Verschnitt uns auf den neuen Faschismus eingeschwört, kann mir keiner Erzählen, dass auch nur irgendwer Gene Roddenberrys Visionen nachtrauert. Hauptsache, irgendwer lässt sich ne Eisenkugel in die Eier schlagen und zeigt dem unbekannten und deshalb zweifelsfrei bösen Alien (oder Araber oder Nicht-WASP) mal, wer hier immer noch das sagen hat – Bam, Oida!

Aber lassen wir das. Der Zerfall der Kultur ist sowieso ein ganz eigenes Thema, dass ich bestimmt nicht zwischen Tür und Angel auseinandernehmen will. Vor allem nicht, da ich inzwischen innerlich an einem wirklich langen Text herumskizziere, der meine staatsphilosophischen Ansichten endlich einmal theoretisch untermauern soll – so richtig mit Beispielen und Quellenangaben und dem ganzen Dreck. Ich schätze mal, dass dies ein ewiges Projekt wird, denn wann ich dazu Zeit haben soll/werde, ist mir ein echtes Rätsel.

Darum erst einmal zu was erfreulichem: Gestern war Shantel in der Stadt und ich kann nur jedem raten, sich den King of Balkan Pop nicht entgehen zu lassen. Es war richtig geile Stimmung, das Thermometer zeigte stolze 34 Grad und die Menge war folgerichtig am Dampfen. Zur Abkühlung gab es daher Wasser, Wodka und Bier vom Chef höchst persönlich ins Publikum gereicht. Und da wir vorne rechts standen, war auch der Ausstieg aus dem Fenster möglich, was im total überfüllten Saloppe sonst wohl nur schwerlich möglich gewesen wäre. Also, pack die Russenmütze ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann geht’s ab zum Planet Paprika!

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