Archive for the Mittendrin statt nur dabei Category

Disco Partizani auf dem Eisplaneten

Posted in Mittendrin statt nur dabei on 10. Mai 2009 by MuGo

Nachdem mein letzter Artikel nun auch schon etwas länger zurückliegt und eher dazu einlädt, sich in seiner Meinung über exzessiven Internetkonsum bestätigt zu fühlen, ist es einmal mehr an der Zeit, ein wenig über mein spannendes Leben zu erzählen.

Naja, oder um ehrlich zu bleiben: Die Stunden, an denen ich nicht etwas für den Fachschaftsrat tue oder sonstwie meine Freizeit so voll stopfe, dass ich mit Erschaudern feststellen muss, dass schon wieder ein Drittel des Semesters um ist und ich mich mal so langsam auf meine Klausuren insofern vorbereiten sollte, als dass ich mir mal anschaue, was überhaupt von mir verlangt wird.

Okay, dann probieren wir es jetzt mal mit einem Verzicht auf Bandwurmsätze. Erstens: Star Trek ist ein Scheiß! Wenn ich schon unnötige Kampfszenen einbaue, die die Story nicht voran bringen, dann sollte man diese auch so schneiden, dass man sich einen Überblick verschaffen kann. So „hip“ ist MTV auch nicht mehr, dass man nur noch Musikvideo-Schnitte verwenden kann. Im Gegenteil, es gibt auch heute noch Menschen, die sich länger als Sekundenbruchteile auf Handlungen konzentrieren können. Was aber positiv ist: Wie jeder schlecht geschnittene Film macht auch Star Trek dem Laien wieder klar, dass ein Oscar für den besten Schnitt gerechtfertigt ist – anscheinend gibt es genug Cutter, die ihren Beruf nicht beherrschen! Was ebenso positiv ist: Durch das verändern des Zeitkontinuums können alle Serien bis auf „Star Trek: Enterprise“ noch einmal neu gedreht werden. Hoffentlich passiert das auch. Nicht, dass man sich plötzlich neue Stories überlegen oder gar auf eine Chronologie acht geben müsste. Stören sollte das sowieso keinen: Wer unter 20 ist, hat eh keinen Bezug zu Star Trek und so etwas wie Tradition oder gar Story (siehe die Filme, für die geworben wurde: Transfomers 2!) scheint ja auch nicht mehr gefragt. Und nachdem bereits James Bond vollkommen seines ironischen Untertons beraubt wurde und als x-ter Jack-Bauer-Verschnitt uns auf den neuen Faschismus eingeschwört, kann mir keiner Erzählen, dass auch nur irgendwer Gene Roddenberrys Visionen nachtrauert. Hauptsache, irgendwer lässt sich ne Eisenkugel in die Eier schlagen und zeigt dem unbekannten und deshalb zweifelsfrei bösen Alien (oder Araber oder Nicht-WASP) mal, wer hier immer noch das sagen hat – Bam, Oida!

Aber lassen wir das. Der Zerfall der Kultur ist sowieso ein ganz eigenes Thema, dass ich bestimmt nicht zwischen Tür und Angel auseinandernehmen will. Vor allem nicht, da ich inzwischen innerlich an einem wirklich langen Text herumskizziere, der meine staatsphilosophischen Ansichten endlich einmal theoretisch untermauern soll – so richtig mit Beispielen und Quellenangaben und dem ganzen Dreck. Ich schätze mal, dass dies ein ewiges Projekt wird, denn wann ich dazu Zeit haben soll/werde, ist mir ein echtes Rätsel.

Darum erst einmal zu was erfreulichem: Gestern war Shantel in der Stadt und ich kann nur jedem raten, sich den King of Balkan Pop nicht entgehen zu lassen. Es war richtig geile Stimmung, das Thermometer zeigte stolze 34 Grad und die Menge war folgerichtig am Dampfen. Zur Abkühlung gab es daher Wasser, Wodka und Bier vom Chef höchst persönlich ins Publikum gereicht. Und da wir vorne rechts standen, war auch der Ausstieg aus dem Fenster möglich, was im total überfüllten Saloppe sonst wohl nur schwerlich möglich gewesen wäre. Also, pack die Russenmütze ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann geht’s ab zum Planet Paprika!

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Kele Okereke’s Bloc Party

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , , , on 17. Februar 2009 by MuGo

Mir fehlen gerade die Worte, um diesen Post vernünftig zu beginnen. Zum ersten Mal hat ein Konzert mein Leben verändert! Bloc Party sind nicht normal, Bloc Party sind eine Religion! Ich war gerade eben Zeuge des großartigsten Massenereignisses, dem ich bisher beigewohnt habe. Bisher dachte ich, dass der Hives-Auftritt auf dem Hurricane das beste Konzert sein wird, dem ich je beigewohnt habe. Dem ist nicht so, denn ab jetzt steht ein neuer Gott zum Anbeten bereit: Bloc Party!

Okay, zugegeben, als am Eingang mein MP3-Player zweimal kontrolliert wurde, ob ich damit auch wirklich nichts aufnehmen kann, habe ich schon das Schlimmste erwartet: „Die arroganten Schweine spielen bestimmt nur fünf Songs und gehen dann ohne Zugabe von der Bühne!“
Nun ja, man kann sich irren… Weiterlesen

Und die Beste Band der Welt kommt doch aus Spandau, Herr Uhlmann!

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , , , on 16. Januar 2009 by MuGo

Ich lebe ja nun in einer Stadt, in der tatsächlich auch mal Bands auftreten, die auch musikunaffinen Menschen ein Begriff sind. Darum habe ich es mir auch nicht nehmen lassen und für das Bloc Party-Konzert ein Ticket gekauft – irgendwo für arbeitet man ja schließlich als studentische Hilfskraft! Für Helge Schneider ist auch noch ein Ticket fällig – einmal im Leben muss man den bestimmt gesehen haben!

Aber heute war erst einmal Oasis dran. Weiterlesen

Wir saßen einfach da und freuten uns über die Infrastruktur…

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , on 26. September 2008 by MuGo

Man merkt, dass man im Osten angekommen ist, wenn man einen Artikel liest, in dem es um „drüben“ geht und sich fragt, warum der Autor dieses Wort nutzt, obwohl er doch eindeutig über Ostdeutschland schreibt und nicht über den Westen…

Hiermit melde ich mich also offiziell aus meinem Spanienurlaub wieder. Viel ist nicht passiert – ich habe mein Spanisch aufgebessert, neue Leute kennengelernt und viel Geld versoffen. Nicht ist teurer als einen Stadt mit billigem Alkohol…
Das einzige noch wirklich nennenswerte war vielleicht, dass irgend so ein Arsch mir auf der Rückreise ein paar Sachen aus dem aufgegebenen Rucksack geklaut hat. Nichts wertvolles, glücklicherweise, aber nun muss ich mir neue Akkus, USB-Kabel und Sticks und einen neuen Wecker kaufen. Am Meisten regt mich noch der Verlust meiner TM-Hefte auf, da dort einige Anmerkungen drin standen, die ganz hilfreich gewesen wären. Ich hoffe, dass der Dieb jemand war, der durch Technische Mechanik gefallen ist und deswegen die Uni verlassen musste – dann ärgert er sich jetzt wenigstens!

Seit einer Woche bin ich nun wieder in Dresden und hatte außer zwei Arztbesuchen gleich das erste Highlight des neuen Semesters (der Urlaub ist vorbei, also geht gefühlt das nächste Semester los – auch wenn ich bis zum 12. Oktober noch „frei“ habe): Weiterlesen

Schmeckt wie beim guten Italiener

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , on 24. März 2008 by MuGo

Meine Eltern waren über Ostern zu Besuch und das bedeutet: Essen satt! Und nicht nur das Wenzel oder die Planwirtschaft sind lecker. Der kulinarische Oberhammer war mein etwas verspätetes Geschenk zum Abi. Denn als Teil einer passionierten Feinschmecker-Familie (ich hasse das Wort Feinschmecker. Ich esse schließlich, was mir schmeckt und nicht irgendwas, das fein ist!) hatte ich irgendwann den Wunsch geäußert, einmal in einem Sterne-Lokal zu essen, was mir dann auch prompt als Abigeschenk gewährt wurde. Aus familiären Gründen hat es sich bisher aber noch nicht ergeben.

Okay, ich habe keinen Vergleich zu anderen Sternelokalen, aber allein der Vergleich zu dem, was ich bisher in meinem Leben essen durfte, lässt mich darauf schließen, dass ich in einem der besten Restaurants Deutschlands gegessen habe. Und, noch viel wichtiger: Es wurde mit Zutaten gearbeitet, die ich auch genießen kann. Ich bin nämlich nicht unbedingt von allem angetan. Aber so konnte ich das volle Programm genießen: Das Sieben-Gänge-Menü. Und nun folgt eine kleine Abhandlung über das gestrige Programm. Nochmal: Ein Sieben-Gänge-Menü wurde bestellt und gezahlt. Der Rest ist – außer den Getränken – sozusagen inklusive… Weiterlesen

Menschenverachtende Untergrundmusik

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , , , , , , , , , on 8. Dezember 2007 by MuGo

Ich schulde euch noch zwei Konzertberichte und weil ich mir einen sparen kann, wenn ich beide gleichzeitig veröffentliche, gibt es das geballte Doppelpack, bestehend aus Anajo am 28.11. in der Scheune und Funny van Dannen am 6.12. im Klub Neue Mensa.

Zuerst also die Augsburger Popper von Anajo. In meinen Ohren die derzeit beste deutsche Popformation. Natürlich, sie machen keine Musik für die Ewigkeit, aber für den Moment. Nah bei mir ist eine unglaublich stimmige und kompakte Platte – ein Ohrwurm und potenzieller Hit jagt den nächsten. Wer Anajo kennt und Pop hört sollte eigentlich jubeln, wenn die Band in der Stadt weilt. Aber anscheinend ist dem nicht so.

Denn die Scheue – die sich entgegen meiner Vorstellung als sehr gemütliche Einrichtung erwies – war alles andere als ausverkauft und dabei ist es bei weitem nicht die größte Bühne der Stadt; der Dresdner Poerty Slam findet hier statt und das ist noch immer keine Massenveranstaltung. Man kann die Leute eben nicht zu ihrem Glück zwingen…

Vor Anajo spielte Gisbert zu Knyphausen. Sehr nett und sicherlich das Reinhören wert, wenn denn dann endlich das Album erscheint. Aber ob er allein einen Abend tragen kann? Die Demos auf der MySpace-Seite legen dies nah und die Texte und Melodien sowieso.
Anajo kann es auf jeden Fall! Die drei kommen sympathisch rüber und scheinen sich auch nicht darüber zu grämen, dass selbst nach zwei guten Alben die Interaktion mit dem Publikum noch ohne Probleme möglich ist.

Ich selbst bin zufrieden – bis auf “Sonne über Haunstetten” wurden alle Lieder gespielt, die ich hören wollte und die mir unbekannten Lieder der zweiten Platten haben mich dazu bewogen, mich vielleicht auch noch etwas intensiver mit ihr zu beschäftigen. Sonst wird gute durchschnittliche Livekost geborten. Leider ging das Publikum nicht ganz so mit wie von mir gehofft – da war die Stimmung bei den Tocos um einiges besser! Daran konnte auch der Umstand nichts ändern, dass Anajo die richtigen Lieder zu zitieren wissen (Mutter, der Mann mit dem Koks ist da und Das Model). Trotzdem wäre ich gerne noch auf der After-Show-Party geblieben, aber hinundwieder muss ich doch zu Info gehen…

Das war also Anajo – der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch und gerade wenn man bisher nicht so viel von den Jungs mitbekommen hat. Für eine Band ihres Bekanntheitsgrads sind sie immer noch ziemlich billig, geradezu ein Geheimtipp und man hat eine Menge Spaß. Wie gesagt: Die derzeit beste Popband Deutschlands und auch die einzige, die derzeit in diesem Stil wirklich überzeugen kann (Wir sind Helden spielen dann doch eine eher nachdenkliche Deutschpop-Variante…).

Kommen wir nun zum anderen Bestandteil unserer Betrachtung, meinem persönlichen Nikolausgeschenk: Funny van Dannen! Sobald ich im Oktober mitbekommen habe, dass mein Idol in der Stadt, ach was, in meiner Stammmensa spielen wird, war ich auch schon im Ticketshop und habe mir meine Karte gesichert. Erst fand ich mein Verhalten ja etwas voreilig, denn wie viele Leute werden schon zu Funny van Dannen gehen? Nun, es sind doch ein paar…

Der Schwarzmarkt blühte also vor der Mensa und ich konnte froh sein, dass ich ohne größere Probleme in die heiligen Hallen vorgelassen wurde. Und trotz der Menschenmassen, die zwischen mir und IHM standen, fand ich es von der ersten bis zur letzten Minute nur geil! Entschuldigung, Funny van Dannen ist in der Stadt – und ich bin dabei!

Leider war Funnys Stimme ein wenig angegriffen, aber heilige Scheiße, der Mann hat es einfach drauf. Und abgesehen vom Opener Gutes Tun hat er auch nur Lieder gespielt, die ich mag oder nicht kannte, weil sie auf der neusten CD drauf sind – die ich mir natürlich sofort gekauft habe! Damit fehlt mir jetzt nur noch Uruguay im Original und ich kann wieder ruhig schlafen. Mein neues erklärtes Lieblingslied von “Trotzdem Danke” ist jetzt schon mal klar: Mütter – obwohl “Oma” auch seinen Reiz hat…

Ich komme vom Thema ab. Die Lieder waren wie gesagt spitze! Ob Kapitalismus, “Menschenverachtende Untergrundmusik”, Der Fatalist, “Der Wal”, Lesbische Schwarze Behinderte und natürlich – ganz große Klasse und ein Lied, dass sich jeder Wirtschaftswissenschaftler anhören sollte – “Humankapital” (um nur ein paar ganz große Übersongs zu nennen), alles rief ungeahnte Euphorie hervor. Und das gerade Eurythmieschuhe so ein Fan-Favorit ist, hätte ich auch nicht gedacht. Dann noch einen meiner persönlichen Lieblingssongs – “Gwendolyn Kucharsky” – als letzte Zugabe zu spielen, deutet doch darauf hin, dass der Funny ein Netter ist. Und auch wenn wir vielleicht noch das eine oder andere Lied hätten hören können wenn denn seine Stimme mitgemacht hätte – ich werde den Abend als perfekt in Erinnerung behalten.

Das waren sie also, die beiden Konzerte, über die ich mich noch auslassen wollte. Jetzt wisst ihr, zu wem ihr beruhigt euer Geld tragen könnt. Wann das nächste Konzert ansteht weiß ich noch nicht – derzeit ist es das Ärzte-Konzert im Juni (oder war es Juli?), für das ich glücklicherweise eine Karte ergattern konnte (das Zusatzkonzert soll auch schon fast ausverkauft sein). Dendemann spielt zwar im Dezember, aber 20 Euro? Das sind mir Tocotronic oder The Hives wert, aber sicherlich nicht Dendemann. 12 Euro und ich wäre dabei. Aber so sehr verehre ich den deutschen HipHop dann doch nicht. Fotos könnte ich mir aber noch vorstellen und außerdem muss ich immer noch heulen, dass ich Stereo Total, The Raveonettes und La Grande Illusion allesamt verpasst habe. Naja, zumindest wegen Stereo Total tut es mir Leid. Und tiefst in meinem Inneren weiß ich, dass es Jammern auf hohem Niveau ist, denn solche Bands wären niemals in Oldenburg aufgetreten. Dresden, remember I love you!

Und Heinz hat mit Tocotronic Bier getrunken, ich hab sie nur live gesehen!

Posted in Mittendrin statt nur dabei with tags , , , , , , on 7. November 2007 by MuGo

Der Messias stieg zur Erde herab, ich habe mich als Metrosexueller geoutet und der Teufel wollte mein Essen! Aber der Reihe nach… Weiterlesen