Archiv für Popkultur

Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein!

Posted in Le blog et moi with tags , , , , on 29. Oktober 2007 by MuGo

Bisher habe ich es noch nicht bereut, nach Dresden gezogen zu sein. Die Stadt hat alles, was das Herz begehrt und für Studenten ist der Nahverkehr gratis. Wenn mir also einfällt, mal eben schnell ein Ticket für das Konzert von Funny van Dannen am 6. Dezember in der Neustadt zu besorgen, setze ich mich einfach in die Bahn und fahre rüber!

Und schon sind wir mitten im Thema. Endlich wohne ich in einer Stadt, in der Konzerte von Bands stattfinden, die ich sehen möchte! Wie gesagt, Funny van Dannen liegt schon als verfrühtes Nikolausgeschenk für mich auf der Kommode und Tocotronic – spielen nächste Woche Montag – ist auch schon gekauft. Zudem spielen Anajo Ende November und die Die Ärzte nächstes Jahr im Juli, da werde ich hoffentlich auch hinkönnen. Ich bin mehr als begeistert – die einzigen nennenswerten Konzerte, die ich in Oldenburg gesehen habe, waren Lack of Limits und Adam Green.

Ja, ich gehe gerne auf Konzerte (und wenn ich Stereo Total nicht verpasst hätte, wäre das Glück perfekt). Jetzt kommt aber das Dilemma ins Spiel: Ich studiere Verkehrsingenieur – und Ingenieure sind nicht gerade als die Speerspitze der Popkultur bekannt… Weiterlesen

Das Buch war aber viel besser…

Posted in Die Fünferbande with tags , , , , , , , , on 28. August 2007 by MuGo

Nachdem ich gerade herausgefunden habe, dass ich wie Helen Hunt aussehe und amerikanische Wissenschaftler per Telefonkette bewiesen haben, dass es ein Gen für Schlechten Umgang gibt, muss ich mich nun den weniger schönen Dingen des Lebens zuwenden. Heute muss ich nämlich wirklich mit dem Packen beginnen…

Vorher aber noch schnell ein Eintrag in der Kategorie Die Fünferbande. Diesmal lautet das Thema „Das Buch war aber viel besser…“ und es geht um Filme, die mit ihren literarischen Vorlagen außer dem Titel nicht viel gemeinsam haben.

5. Das Geisterhaus

Wieso man aus diesem Buch einen Film gemacht hat, verstehe ich nicht. Das wäre eher etwas für eine mehrteilige Fernsehserie gewesen, weil die Story so komplex und langwierig ist. Weil man aber anscheinend unbedingt einen Hollywoodfilm aus diesem wahrscheinlich besten Buch aller Zeiten machen wollte, musste man sich anderer Mittel bedienen – und hat einfach eine komplette Generation gestrichen – ganz abgesehen von den ganzen Geschehnissen vor der ersten. Aber statt des Übergangs von Clara auf Blanca auf Alba gibt es im Film nur Clara und ihre Tochter Blanca, die auch Züge von Alba hat. Somit ist zwar die wichtigste Geschichte gerettet und auch ziemlich gut umgesetzt – die ganzen detailreichen Erzählstränge, die dieses Buch aber zu einem Lesevergnügen gemacht haben, sind verschwunden. Deswegen Platz 5 in dieser Liste.

4. Winnie, the Pooh

Auch hier wurden die Geschichten beigehalten – aber was hat Disney aus dieser Vorlage gemacht! Eben typisches Disney-08/15. Bah! Da bleibe ich lieber beim Original, dem besten Kinderbuch aller Zeiten. Ich empfehle übrigens die englische Originalversion, obwohl die deutsche Übersetzung von Harry Rowohlt auch Charme hat…

3. Forrest Gump

Während der Film den unaufhaltsamen Aufstieg eines Mannes zeigt, der eigentlich zum Verlieren bestimmt ist, ist das Buch eine Satire auf den amerikanischen Traum. Forrest Gump ist hier keineswegs eine sympathische Figur, sondern wird nur genutzt, weil ein Idiot eben einige Sachen anders sagen kann als eine smarte Hauptfigur. Warhols fünf Minuten Ruhm werden gnadenlos auf die Schippe genomen und die anderen Hauptfiguren aus dem Film treten nur in kurzen Sequenzen auf (Forrests Mutter, seine Freundin, Bubba). Dafür gibt es einige Episoden, die wohlweislich nicht in den Film aufgenommen wurden, weil sie ihn für die Rechte unsehbar gemacht hätten – z.B. seine Filmkarriere in Hollywood oder sein Flug in den Weltraum mit einem Versuchsschimpansen. Insofern: Das Buch ist ganz anders – es ist ebenfalls unterhaltsam, aber wenn man den sympathischen Forrest vor Augen hat, wirkt es doch ein bisschen surreal…

2. Children of Men

Children of Men ist für mich neben Harrison’s Flowers einer der eindrücklichsten Anti-Kriegsfilme überhaupt, die diese Bezeichnung wirklich verdient haben. Der Film ist nicht unbedingt herausragend, aber das Universum spannend und die Intention kommt sehr stark rüber.
Deswegen bin ich auch ein bisschen über das Buch überrascht gewesen – denn es hat so gut wie gar nichts mit dem Film zu tun. Die Story ist anders, die Figuren, sofern sie denn im Buch überhaupt vorkommen, haben andere Charaktere, die ganze Umwelt ist eine viel friedlichere. Es würde zu weit führen, jetzt eine Abhandlung über das Buch zu schreiben, nur so viel: Das Buch war Anfang der Neunziger sicherlich interessant – aber der Film hat es in die Neuzeit angepasst. Man könnte auch sagen: Die kurze Phase zwischen 1989 und 1991, als der Ostblock langsam auseinanderfiel und der Jugoslawienkrieg noch nicht begonnen hatte, scheint auf die Autorin dermaßen friedlich gewirkt zu haben, dass sie eine viel zu friedliche Zukunftsvision entworfen hat; mit unserer heutigen Erfahrung wirkt der Film um einiges realer…

1. Schindlers Liste

Schon allein deswegen auf Platz Eins, weil die Buchvorlage ein Sachbuch ist. Übrigens ein sehr gutes, wie ich finde…