Archiv für April, 2008

Schwarz-grün ist die Hansestadt, schwarz-grün bin auch ich

Posted in Das große Ganze with tags , , , , on 27. April 2008 by MuGo

Zu meiner großen Erleichterung hat die Delegiertenversammlung der GAL den Koalitionsvertrag mit der CDU abgesegnet und wenn die CDU nicht noch irgendwelche ganz komischen Manöver fährt ist die erste schwarz-grüne Koalition oberhalb der Kommunalebene durch.

Ich habe es schon auf anderen Blogs gesagt und ich wiederhole es gerne: Ich, Grünen-Stammwähler und grün sozialisiert, bin für diese Koalition. Warum? Dafür gibt es mehrere Gründe… Weiterlesen

Dreizehn Jahre Warten haben sich gelohnt

Posted in Rock'n'Roll University with tags , , , on 22. April 2008 by MuGo

Zwei Wochen des zweiten Semesters sind bereits um und dank des letzten Wochenendes habe ich auch wieder mein Vertrauen in mein naturwissenschaftliches Können zurückgewonnen. Dank meines patentierten neuen Übungssystem (wenn man jeden Tag eine Aufgabe macht, sind es am Wochenende nicht mehr so viele und man sitzt nicht missmutig vor einem Riesenberg – wahrscheinlich bin ich der Erste, dem diese neuartige Erkenntnis kam) werde ich es irgendwie schaffen, Technische Mechanik und Mathe zu überstehen. Info und Raum- und Verkehrsplanung sind auf jeden Fall zu packen und mehr Klausuren gibt es dieses Semester nicht (dafür die beiden nächsten jeweils sieben oder acht – um wohl auch noch die letzten verbliebenen Studenten endgültig zu kicken. Kein Wunder, dass bei uns die Faustregel „Wer das Vordiplom hat, hat das Diplom schon bestanden“ gilt: Um das Grundstudium zu bestehen musst du schon so organisiert sein, dass dir die restlichen vier Vorlesungssemester auch nichts mehr anhaben können…).

Wofür schreibe ich das jetzt gerade alles, obwohl meine Leserschaft nachweislich mehr daran interessiert ist, sich primäre Geschlechtsorgane von Doppel-X-Chromosomistinnen nachzubauen als an Verkehrsmodellierungen und den Geheimnissen der Partialbruchzerlegung zur Lösung von unbestimmten Integralen? Zum Einen um mich dafür zu entschuldigen, warum es jetzt wieder länger dauern wird zwischen den einzelnen Blogeinträgen, zum Anderen, weil ich trotzdem auf eine seltsame Art und Weise angekommen bin. Weiterlesen

Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit

Posted in Das große Ganze with tags , , , , on 11. April 2008 by MuGo

Noch vor ein paar Wochen hätte ich diesen Artikel anders aufgezogen. Aber auch in kurzer Zeit kann man seine Überzeugungen ändern…

Eventuell habe ich es schon einmal erwähnt, aber ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, Dokumentarfilm zu studieren. Daraus ist nichts geworden, statt Seminaren zur Filmgeschichte und der Recherche von Filmthemen habe ich jetzt Vorlesungen über Technische Mechanik und Umwelt und Verkehr. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man seine Interessen deswegen vergisst.

Was fasziniert mich am Dokumentarfilm? Ich weiß es selber nicht; vielleicht ist es die Tatsache, dass ein guter Dokumentarfilm (genauso wie auch eine gute Reportage) einem Sachverhalte und Tatsachen viel näher bringen kann als ein gut geschriebener Hintergrundartikel, vielleicht auch die Tatsache, dass der Dokumentarfilm in seiner Essenz das einzige künstlerische Produkt ist, in dem der Künstler als Person nicht existent ist. Ich bin ein Egozentriker – es kann also keinen krasseren Gegensatz geben als den zwischen dem Genre Dokumentarfilm und meiner Persönlichkeit. Aber genau dieser Widerspruch fasziniert mich. Weiterlesen

Mathe ist ein Arschloch

Posted in Rock'n'Roll University with tags , , , , on 6. April 2008 by MuGo

Morgen geht es wieder los mit der Uni. Darum habe ich heute die ersten Mathe-Übungen in Angriff genommen. Beziehungsweise wollte ich das; ich bin aber daran gescheitert, dass ich meine Aufzeichnungen aus dem letzten Semester nicht verstanden habe. Ich hoffe, das wird noch – ich bin ja schon durch das verhältnismäßig leichte Mathe I gerade noch so mit einer 4,0 durchgerutscht…

Damit ihr euch ein Bild von meinem Leid machen könnt, gibt es hier eine der neun niedlichen Aufgaben für diese Woche:

Man bestimme Definitionsbereich, Nullstellen, Unendlichkeitsstellen, relative und absolute Extremwerte, Wendepunkte und die Gleichungen der dortigen Tangenten, asymptotisches Verhalten der durch folgende Ausdrücke gegebenen Funktionen und skizziere die dazugehörigen Kurven.

Okay, das ist nichts, was ich nicht mit ein bisschen Lesen zum Wiederauffrischen lösen könnte, aber schon die schiere Menge lässt einen jegliche Lust verlieren. Den absoluten Tiefpunkt erlebt die Motivation dann aber, wenn man die Funktionen sieht. Schmankerl wie

x²exp(-x²) mit exp z = e^z

oder

6 ln x – x – 10 arctan x

haben noch immer meine Laune heben können. Und das, wo ich seit heute gute Chancen habe, meine Praktika in Zukunft bei meinem Traumarbeitgeber absolvieren zu können…

(Zu meinem Traumarbeitgeber: Praktika in Kampala/Uganda oder Guangzhou/China – Alter, geht’s noch? Wie geil ist das denn bitte? Und dann noch Entwicklungshilfe. Es gibt eben doch einen Gott – und ich bin sein kleiner Liebling!)