Das verschollene Fragment

Hab diesen Entwurf gerade durch Zufall entdeckt. Gutes Thema, wenn es auch leider gerade nicht aktuell ist und Schwarz-Grün auch schon alnge wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Man könnte mit ein bisschen Recherche sicherlich noch was aus dem Artiekl machen, aber da habe ich keine Lust zu. Also veröffentliche ich es jetzt einfach mal als ein Fragment…

Natürlich, da ist Moorburg. Man sollte das Kohlekraftwerk nicht unterschätzen, denn wird es gebaut, haben die Grünen ihre Identität aufgegeben. Nicht mehr und nicht weniger. Aber ich hoffe auf ein positives Ergebnis.

Tja, das hätte sich dann ja wohl erledigt – das Ding wird gebaut und nach allem, was man hört, war es illusorisch überhaupt zu glauben, dass man Moorburg noch hätte kippen können…

Aber um das Ganze noch aufzuwerten, wird die Koalition fortgesetzt. Hurra! Statt wenigstens das eigene Scheitern einzugestehen und daraus die Konsequenzen zu ziehen, wird einfach weitergemacht – jetzt kann man sowieso keine grüne Politik mehr machen, da ist es eh‘ grad egal, ob man Koalitions- oder Oppositionspartei ist. Und am Ende fragen sich die Grünen dann wieder, warum ihnen der Ausverkauf unterstellt wird…

Aber das nur am Rande und als verdiente Erhellung eines alten Blogeintrags. Und als Überleitung zum eigentlichen Thema kann man es auch verwenden. Denn wie es der Zufall so will, hat die Atomlobby den Klimawandel für sich entdeckt. Welche Energie ist schon grüner als Kernkraft? CO2-Emissionen von exakt 0 (Null!) Gramm pro Jahr, keine Partikelemissionen und Stickoxide haben in so einem umweltfreundlichen Atomkraftwerk auch nichts verloren. Und kaum steigt einmal der Ölpreis signifikant, tut es die Zustimmung zum Klimaschützer Kernkraft auch.

Dann steht ja einer grünen Zukunft ohne Energiengpässe und störende Windräder nichts mehr im Wege – das Zauberwort heißt Nuklearstrom.

Ich weiß nicht, was ich perverser finde: Dass man eine der unrentablsten und gefährlichsten Arten der Energiegewinnung unter dem Etikett „Bio“ vermarkten will – oder dass die Leute so blöd sind und diesen Schwachsinn auch noch nachbeten.

Fangen wir mit dem harmloseren Grund an, warum man Kernkraft als Verirrung des menschlichen Technikglauben endgültig begraben sollte – Uran ist genauso wie Kohle oder Erdöl eine begrenzte Ressource, die nicht auf Bäumen wächst. Nach derzeitigem Stand gibt es 2 Millionen Tonnen billig (für weniger als 40USD/kg) abbaubares Uran (Quelle) – das wären bei einem geschätzten Verbrauch von 60.000 t pro Jahr (die niedrigere Zahl, die ich bei Recherchen im Internet – leider ohne genauere Quellenangabe – finden konnte) noch ca. 34 Jahre fröhliche und billige Rohstoffpreise. Danach wird auch hier der Preis anziehen – Uran ist zwar noch da, aber es wird natürlich teurer sein. Wenn man dann noch mit einbezieht, dass immer mehr Atomkraftwerke geplant sind oder sich im Bau befinden, Uran aber auch wieder angereichert werden kann, kann man sicherlich von knapp 40 Jahren ausgehen, bis die Uranpreise zu ähnlichen Höhenflügen wie Erdöl in der Lage sind (spekulations- und engpassbereinigt).

Geld ist ein gutes Thema, denn es leitet elegant dazu über, dass Kernkraft ein Fass ohne Boden ist. Die FAZ, nicht grade für ihre Ökomultikultischwuchteleien bekannt, wies 2003 in einem Artikel ganz nebenbei darauf hin, dass Atomkraft in Großbritannien nie rentabel war – weil keine Subventionen geflossen sind.

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