Harold & Maude

Harold & Maude ((C) by funkygog.de)

Ich liebe absurden Humor. Zwar nicht immer und auch nicht wirklich alles, aber Skuriles und Schwarzhumoriges ist genau das, was ich liebe. Darum ist Harold & Maude für mich auch einer der größten Filme überhaupt. Der Film erinnert mich mehr an Monty Python als an alles andere amerikanische, dass ich je gesehen habe.

Es geht los mit der Anfangssequenz, die sofort zeigt, wer den Film mag und wer nicht: Wer lacht, wird den Film lieben, wer entsetzt ist, kann am Besten sofort aufhören weiter zu gucken. Denn Harolds ersten Satz („Ich habe Halsschmerzen.“) wird diese Person wohl kaum amüsant finden.

Aber worum geht es überhaupt? Im Grunde um die Suche nach der Sinnhaftigkeit des Lebens, ein Thema, das wohl jeden herumtreibt, der nicht gerade BWL oder Jura studiert und sich das Hirn wegkokst. Harold, ein Achtzehnjähriger aus wohlhabendem Hause, ist fasziniert vom Tod und denkt sich immer neue Möglichkeiten des Selbstmords aus, ohne sich jemals wirklich umzubringen. Weil er aufgrund dieses „Hobbys“ des Häufigeren auf den Beerdigungen wildfremder Leute anwesend ist, lernt er zufällig Maude kennen, eine beinahe achtzigjährige Lebenskünstlerin. Diese ist sozusagen der Gegenpol zu Harold: Lebenslustig, anarchisch, frei von Zwängen. Während Harold mit den verschiedenen Methoden seiner Mutter, ihm seine komischen Ideen auszutreiben, fertig werden muss, lernt er Maude immer näher kennen – und verliebt sich. Doch anstatt Maude zu heiraten, wie eigentlich von ihm gewünscht, kommt alles ganz anders und am Ende hat Harold endlich sich selbst gefunden, frei von düsteren Gedanken und Zwängen.

Der Film besticht ungemein durch seinen schwarzen Humor, der teilweise grotesk, teilweise subtil seine Wirkung entfaltet. Manche Szenen gehören zu meinen absoluten Lieblingsszenen; so zum Beispiel die bereits erwähnte Eröffnungsszene, Harolds Modifizierung seines Porsches, sein Besuch bei seinem Onkel, dem General, oder auch die Treffen mit den (per Computer zugewiesenen) Mädchen, die seine Mutter arrangiert hat, weil sie beschlossen hat, dass es an der Zeit sei, dass er heirate. Ein grandioser Film und zurecht ein Klassiker.

Links:

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Fansite zum Film (Englisch)

Harold & Maude bei Wikipedia

Trailer:

Er ist halt aus den Siebzigern und deswegen ein wenig konfus…

2 Antworten to “Harold & Maude”

  1. Scheint ja doch ganz gut zu sein. Bislang habe ich immer nur den Titel gehört und war abgeschreckt, weil ich an eine Liebesschnulze denken musste.

    Erinnert mich ein wenig an Wilbour wants to kill himself.

  2. Den kenn ich wiederum nicht, wollte ihn aber aufgrund des Titels schon immer unbedingt mal sehen.

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