Popmusik ist doch auch nur noch selbstreferenziell…

Popmusik ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Wohin man sieht ist alles nur noch geklaut und abgekupfert, es wird am laufenden Band zitiert und dabei kommt ja doch nichts Neuartiges und Originelles raus. Na dann, auf zur Beweisführung, denn Popmusik ist doch eh nur noch selbstreferenziell…

5. Adam Green – Jessica

Der Adam, unser aller Lieblingsamerikaner. Dem fällt halt auch nichts ein. Und darum singt er über Jessica Simpson. Das ist wirklich zu einfach, da kann man dann tatsächlich nicht mehr von Originalität reden.

4. Angelika Express – Teenage Fanclub Girl

Teenage Fanclub sind auch so Helden des Undergrounds. Ich kann ihnen allerdings nicht so viel abgewinnen, wenn man mal von Your Love Is The Place Where I Come From absieht. Egal, auf jeden Fall meinten die Jungs von Angelika Express – wahrscheinlich die einzige Kölner Band neben BAP, die keine Karnevalslieder macht – sich an diesen Erfolg ranhängen zu müssen und haben ein Lied über eine Fanin besagter Gruppe gesungen. Gemeines Plagiat das, darum geht es ab in die Liste!

Hinterlegt bei rtc.org

3. Bela B. – Lee Hazlewood und das erste Lied des Tages

Bela B. ist auch so ein Felsenheimer; nicht nur, dass er sich schmierig an Lee Hazlewood-Fans heranwirft, nein, er überedet den armen Mann sogar zu einem Duet. So geht es natürlich nicht – nur weil man Drummer bei einer der erfolgreichsten Bands Deutschlands ist, kann man sich trotzdem nicht alles erlauben. Ab auf den dritten Platz.

2. CSS – Let’s Make Love And Listen To Death From Above

In der dritten Welt ist es ja eh nicht so weit her mit Urheberechten und Schutz von Eigentum. Kein Wunder also, dass CSS (Cansei de ser sexy – etwa: müde davon, sexy zu sein) Death From Above 1979 einfach den Namen für diesen Titel stehlen…

1. LCD Soundsystem – Daft Punk Is Playing At My House

Der Klassiker – denn wer würde LCD Soundsystem hören, wenn nicht Daft Punk in James Murphys Haus gespielt hätten? Ganz dreister Versuch, vom Erfolg anderer zu profitieren und deswegen der verdiente Platz Eins!

7 Antworten to “Popmusik ist doch auch nur noch selbstreferenziell…”

  1. Öhm. Also prinzipiell möchtest du ja jetzt sagen, dass dir dieses ganze Namedropping in den Songs auf die Nerven geht oder wie?

    Ich finde, in Fällen, wo die Songs trotzdem gut sind, ist es doch scheiss egal, wie sie heissen, und höchstens als „lustiges“ Gimmick anzusehen.

    Erinnert mich irgendwie an den Track „Taxi Driver“ von Gym Class Heroes..
    http://www.azlyrics.com/lyrics/gymclassheroes/taxidriver.html

    Die Lyrics sind wieder so clever dass man schmunzeln muss.

  2. Wer wird denn so kleinlich sein…

  3. Knapp daneben ist auch vorbei…

    Ich habe nur nach einem Rahmen gesucht, um Titel vorzustellen, die den Namen einer anderen Band im Namen tragen. Und dabei wollte ich dann ein bisschen auf das ewige „Früher war alles besser/neuer/origineller!“ anspielen. Prinzipiell halte ich es wie du: Wenn etwas gut ist, ist es doch scheißegal, wie und von wem sich die Bands inspirieren ließen…

  4. Mir fiele da noch Sumisu ein. Gibt sicher noch viele andere.

  5. Sumisu ist ne Band? Geilo, muss ich mir erst mal reinziehen…

  6. Ach so, ja, ich habe das jetzt anders interpretiert (weil Deinen Kommentar nur überflogen), von wegen es geht um andere Bands in den Songs.

    Wenn man sucht, findet man aber bestimmt auch eine Band, die sich Sumisu nennt. Übernehmen Sie!

  7. voila! the wombats – let’s dance to joy division!

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