Ein paar Worte zum Studienbeginn, Teil 2

Die Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften hat sich bekanntermaßen mal gedenkt, dass sie Claudia einmal zeigen wird, wo der Hammer hängt. Und ich habe mir auch was gedenkt zum Studiumbeginn. Nein, sogar zweierlei.

Erstens: Eine neue Kategorie. Ich habe zwar einige Ideen, was ich noch demnächst veröffentlichen möchte, aber erstmal werde ich nicht übermäßig Zeit haben, um tolle Post zu schreiben. Deswegen wird es wohl ein wenig still und wenn dann doch mal was kommt, müsst ihr euch sicherlich was zum Studium anhören. Daher werden solche Artikel ab sofort in der Kategorie Studium Generale veröffentlicht.

Das war das, nun zum anderen Punkt: Ich werde hier jetzt weltexklusiv meinen Anspruch an mich selbst für mein erstes Semester niederschreiben; danach werde ich diese ganz schnell vergessen, mich ins Studium stürzen und erst nach einem halben Jahr wieder draufschauen und entsprechend handeln.

Was möchte ich also erreichen? Ich möchte meine fünf Prüfungen alle bestehen – besonders wichtig ist mir dabei Mathe. Bei allen anderen Prüfungen wäre es zwar nervig, aber diese könnte man notfalls auch einfach ein Semester oder Jahr später wiederholen. Mathe dagegen ist Elementar: Wenn ich schon das erste Semester nicht packe – wie soll es dann erst später weitergehen!? Sollte ich also diese Prüfung nicht schaffen und sich abzeichnen, dass das eindeutig an mir lag, dann werde ich mich danach nach Alternativen umschauen, das Studium aber erstmal weiterführen; gegen Ende des zweiten Semesters sollte ich dann einschätzen können, ob es Sinn macht, das Studium weiterzuführen oder lieber in einen anderen Studiengang zu wechseln.

Was heißt das also? Ich muss mich auf meinen Hosenboden setzen und lernen – und nicht erst drei Wochen vor der Prüfung wie bisher in der Schule, sondern begleitend. Auch wenn ich müde und unmotiviert bin, muss ich mich quälen und versuchen zu verstehen. Schlicht und Ergreifend, das ist das ganze Geheimnis.

Okay, das klingt jetzt nicht gerade nach einem wilden Partyleben, aber was will man machen? Ich will Verkehrsingenieur werden und dafür muss man auch mal den eigenen Schweinehund überwinden und ohne Zwang langweiliges Zeug machen. Ich habe mich dafür entschieden, ich weiß worauf ich mich als Billig-Abiturient ohne Physik in der Oberstufe einlasse und verdammt, ich will mir zeigen, dass ich Mathe und Informatik bestehen kann – und wenn es nur mit 3,9 ist, ich bin da nicht anspruchsvoll!

So, ihr habt es gelesen, ihr ward Zeugen – wenn ich also mal zu häufig kommentiere: erinnert mich daran, dass ich eigentlich lernen sollte!

12 Antworten to “Ein paar Worte zum Studienbeginn, Teil 2”

  1. Jaja, begleitendes Lernen… Bin gespannt, wie lange ich das durchhalte…

  2. Ich teile deine Ansprüche. Wobei ich schonmal davon ausgehe, dass ich nicht alle Prüfungen im ersten Semester packen werde.

    Aber zum „begleitenden Lernen“ muss ich mich auch irgendwie zwingen.

  3. „und nicht erst drei Wochen vor der Prüfung wie bisher in der Schule“ – du hast drei Wochen vor ’ner Klausur gelernt? Oder war das nun nur auf’s Abitur bezogen?

    „ich will mir zeigen, dass ich Mathe und Informatik bestehen kann – und wenn es nur mit 3,9 ist, ich bin da nicht anspruchsvoll!“ – Ich hab‘ letztens erst mitbekommen, dass man bei ’ner Klausur erst ab 4,3 (oder unter?) durchgefallen ist – ist das bei der Gesamtnote für’s Semester also anders oder liegt’s am Studienfach?

  4. Hm, das erinnert mich an Schuljahrebeginn, wo man sich jedesmal mit einem Schwung leerer Hefter vornimmt „diesmal mach ich alles richtig und ordentlich“ und ein paar Wochen später ist der einzige Hefter doch wieder der Collegeblock. Und hier ist es dann halt ein Blog und kein Block :-)

  5. @Paul:

    Ich hoffe doch mal, dass ich mich spätestens wieder motivieren kann, wenn ich irgendwann in einer Vorlesung feststelle, dass ich nun überhaupt nicht mehr weiß, wovon der Typ da vorene redet.

    @para:

    Naja, bei Wasserbau oder Luftfahrt ist das ja auch nicht so schlimm – das habe ich danach ja auch nie wieder! Ob ich da nach dem ersten oder dem zweiten Semester bestehe ist nicht ganz so entscheidend. Aber die Naturwissenschaften möchte ich schon am Anfang abhaken…

    @duistdeinname:

    Gott bewahre! Natürlich war das aufs Abi bezogen! Nach drei Wochen weiß ich doch schon nicht mehr, was ich am Anfang gelernt habe.^^
    In der Unterstufe war die Vorbereitungszeit eher ein Tag…

    Und bei uns braucht man 4,0 um zu bestehen. Ob’s am Bundesland liegt oder an meinem Fach weiß ich nicht, aber 4,1 reicht nicht (wobei das dann auch gleich 5,0 heißt). Insofern war das falsch ausgedrückt: Ich bin auch schon mit einer glatten Vier zufrieden.

    @Sebastian:

    Oh, da war ich dann doch schon strebsamer: Ich hatte immer eigene Hefte(r). Aber benutzt habe ich sie erst zum Abi hin, vorher war das nur Zierde. Gelernt habe ich fast immer aus Büchern.

  6. Ich drück dir die Daumen, dass das nicht in Resignation endet.

  7. Interessanterweise muss ich sagen, dass ich nach den heutigen Eindrücken Mathe für unproblematisch halte, wenn unser Prof. weiterhin in diesem Tempo und so ausführlich unterrichtet. Aber Verkehrslogistik…

    Alter Schwede, der Typ, der die Vorlesung macht, ist zwar ganz annehmbar, aber das Thema ist scheiße schwer! Nur Physik und statistische Anwendungen oder Verkehrssysteme in Matrizen umwandeln…

  8. es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. vieles erscheint im nachhinein leichter als gedacht und oft unterschätzt man eher „unbedeutende“ fächer – was eher nach hinten gehn kann als jene für die man ständig strebert

  9. Hey, ich war gestern 1,5 Stunden im Bücherladen und habe mich gelangweilt (auf Steffi gewartet), da sprang mir Populärmusik aus Vittula ins Auge, weil das hier mal Kategorie war. Hab’s mir gleich gekauft, kommt dann sofort nach Schamoni dran. Ist das gut? Klappentext liest sich ein wenig wie „Die Kinder aus Bullerbü kriegen jetzt Haare am Sack“ oder so.

  10. Naja, er ist schon teilweise sehr absurd und zeigt, dass Erwachsenwerden nirgendwo auf der Welt ein Zuckerschlecken ist.

    Joa, ob ich ihn mir gekauft hätte, wage ich zu bezweifeln, aber nett ist er auf jeden Fall. Wobei in der Version, in der ich den Film besitze, die Leute sie witzigen Stellen nicht verstnaden haben – die Lachen nur, wenn’s unwitzig ist und wenn ein guter Gag kommt, bleibt’s still.

    Oh, und wofür sich der Film auf jeden Fall trotz einiger Längen lohnt: Der schwarze Priester und die finnisch-schwedische Hochzeit.

  11. Ach, Du hast das als Film? Ich habe mir das Buch geholt. Wusste garnicht, dass es das auch als Film gibt.

  12. Wieder was gelernt!^^

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: