Tomte

Tomte

Für alle, die Tomte schon kennen: Ihr werdet mir sicher beipflichten, dass ich nicht auf einen Post für diese Band verzichten konnte. Für alle, die Tomte noch nicht kennen: Ihr wisst echt nicht, was ihr verpasst habt…

Trotz des schwächeren „Buchstaben über der Stadt“ sind Tomte immer noch der Referenzpunkt im Deutschen Indie-Pop. Thees Uhlmann, der Frontmann, ist einfach nur ein sympathischer Kerl und die Musik des – inzwischen – Quintetts formidabelst. Ich halte zwar eigentlich nicht so viel von kryptischen Texten (man durchschaut sie nur, wenn man sich genauso fühlt wie der Schreiber beim Schreiben…), aber dem Thees verzeihe ich sie durchaus. Außerdem sind Tomte eine klasse Liveband, die nicht nur immer mit einer netten Supportband aufwarten, sondern die Bühne beherrschen und in Thees einen super Alleinunterhalter besitzen. Und wenn er dann am Ende ganz allein die Klampfe rausholt und “Das war ich” spielt – dann weißt du, warum man diese Band nur lieben kann!

Das beste Album ist die dritte Platte, „Hinter all diesen Fenstern“. Ich bin zwar kein großer Freund von „Essential“-Listen, aber wenn ich eine anlegen würde – was ich bestimmt einmal tue -, dann wäre „Hinter all diesen Fenstern“ auf jeden Fall ganz vorne mit dabei! Dieses Meisterwerk des Deutschen Pop ist unglaublich perfekt: Die Melodien, die Texte, die Stimmungen – alles passt wie die Faust aufs Auge und ein Lieblingslied jagt das nächste. Kein Wunder, dass ich Tomte mit dieser Platte entdeckte und lieben lernte!

Aber auch die anderen Platten sind nicht schlecht: Mit „Eine sonnige Nacht“ verbindet mich eine Hassliebe – einerseits liebe ich das Album, andererseits kann ich mit ihm teilweise überhaupt nichts anfangen… Bei „Du weißt, was ich meine“ hört man noch deutlich die Einflüsse des Punks heraus, die Lieder sind härter als auf den Nachfolgern und der Ex-Bassist Stemmi singt noch viele Lieder. Eine sehr charmante Platte, die das Potenzial schon durchschimmern lässt. Nur die bisher letzte Platte „Buchstaben über der Stadt“ hat mich ein wenig enttäuscht. Sie stellt keine Weiterentwicklung mehr da – trotz nun fünftem Mann – sondern ruht sich auf dem mit „Hinter all diesen Fenstern“ entwickelten Bandsound aus. Somit ist sie ein schwächerer Abklatsch des Vorgängers: Nett anzuhören, aber nicht mehr so besitzergreifend. Schade. Nun, wir werden sehen, wohin sich Tomte entwickeln werden: Zu einer deutschen Bandinstitution oder zu einer modernen Schlagerband, die ihrem Publikum nur immer neue Aufgüsse ihrer alten Erfolge vorsetzt. Ich hoffe doch, dass sie noch die Kurven kriegen und sich auf der nächsten Platte deutlich weiter entwickeln. Thees Uhlmann ist einfach zu sympatisch um von ihm enttäuscht zu sein…

Nur so am Rande: Tomte ist bisher die einzige Band, von der ich alle Alben besitze, obwohl sie mehr als ein Album veröffentlicht hat!

Diskografie:

1998: Du weißt, was ich meine
2000: Eine sonnige Nacht
2003: Hinter all diesen Fenstern
2006: Buchstaben über der Stadt

Links:

Offizielle Bandpage

Tomte bei Wikipedia

Tomte – Schreit den Namen meiner Mutter (MP3)

Video:

„Schreit den Namen meiner Mutter“ von „Hinter all diesen Fenstern“

4 Antworten to “Tomte”

  1. Hatte vor nem dreiviertel Jahr die Phase, wirklich exzessiv Tomte zu hören. Inzwischen hör ich mir die Lieder nur noch ab und an im Kopf an:)
    Aber dein Post bewegt mich dazu, sie mal wieder anzuschmeißen….

  2. tomte sind toll.
    was mir auch gefällt sind heinz aus wien..

  3. Ich kenn nur ein Lied von Heinz, aber das ist richtig goil!

    “Und ich hab mit Tocotronic Bier getrunken | du hast sie nur live gesehen | und ich, ich war ziemlich angetrunken | werd sie bald mal wieder sehen”

    *sing*

  4. […] ins Mikrofon zu keuchen. Moment – das werden doch nicht wohl…? Doch, sie waren es! 40 Euro für die deutschen Coldplay und die englischen Oasis – das ist ein fairer Preis, […]

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